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Hochkarätige Anerkennung für ungewöhnliches Seesener Projekt

Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr & International Forum Design:
Land ehrt Gewinner im Wettbewerb „Gastlichkeit gestalten"

Die Stadtmarketing Seesen eG und Stübig Architektur und Design gewinnen gemeinsam den 'niedersachsendesign'-Wettbewerb 'Gastlichkeit gestalten':

Die vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ausgelobten Design- und Architekturwettbewerbe fanden am Freitag den 10. Dezember im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Schlossküche Herrenhausen (Hannover), ihren Abschluss. Dr. Oliver Liersch, Staatssekretär im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, überreichte die Preise an die Gewinner.

Das Seesener Projekt „Fenster zum Harz“ ging in den Kategorien „Public Design“ und „Communication Design“  in den Wettbewerb. Die „Fenster zum Harz“ sind zugleich Sitzmöbel und Informationsplattform, die die Perspektive auf ein historisches Bauwerk oder eine Sehenswürdigkeit richten. In einem verbindenden Stadtrundgang durch Seesen wurden bisher sieben Fenster aufgestellt. In jedem Fenster sind Informationen zu den jeweiligen Gebäuden angebracht, die den Blick aufs Wesentliche lenken. Der durch Sabine Stübig, Stübig Architektur & Design und der Stadtmarketing Seesen eG erarbeitete Beitrag wurde neben den Beiträgen Seezeichen Juist,  Planet Ozean, Retro Design Hotel Langeoog und den Beitrag Hotel Seesteg Norderney ausgezeichnet.  Das passende Bildmaterial lieferte der Fotodesigner  Antonio Mateo, der mit hohem Engagement jedes einzelne Fenster zum lichtgünstigsten Zeitpunkt fotografierte und der Seesener Bewerbung damit eindrucksvolle Überzeugungskraft verlieh.

Eine unabhängige Jury befand den Seesener Beitrag als „ Einen sehr gelungenen, innovativen Ansatz im Public Design, der gerade bei kleinen beschaulichen Städten sehr gut umsetzbar ist. Mit den Fenstern werden einerseits schöne Orte eingefangen und gleichzeitig, fast spielerisch, Botschaften transportiert.“

Für das Entwicklerteam  bestehend aus Arbeitsgruppen von Designern, Architekten, der Hochschule für bildende Künste Braunschweig und der Stadtmarketing Seesen eG nahmen stellvertretend Sabine Stübig, Thorsten Scheerer und Antonio Mateo die Auszeichnung entgegen.

„Ich freue mich, dass wir heute in einem so netten Rahmen die Auszeichnung der Wettbewerbe zum Projekt meines Hauses –niedersachsendesign- vornehmen können, so Dr. Oliver Liersch in seiner Begrüßungsansprache. „Wir wollen mit niedersachsendesign Akzeptanz schaffen und motivieren, das Thema Gestaltung fest in die Unternehmensabläufe zu integrieren. Und wir möchten deutlich machen, welche Vorteile entstehen, wenn Design systematisch in die Produktions- und Dienstleistungskette einfließt“  fuhr Dr. Liersch fort.  Im Auftrag des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums hat die „if International Forum Design GmbH“ aus Hannover an dem  Wettbewerb mitgewirkt  und selbigen durchgeführt.

Die besten Beiträge der diesjährigen Wettbewerbe haben eindrucksvoll aufgezeigt, dass Design mehr ist als das Herstellen von Objekten und visueller Kommunikation.

niedersachsendesign: Land ehrt Gewinner der niedersächsischen Design- und Architekturwettbewerbe


HANNOVER. Die anlässlich des Projektes „niedersachsendesign“ vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ausgelobten Design- und Architekturwettbewerbe sind entschieden. Eine unabhängige Jury, zusammengesetzt aus Jörg Kröger (Kröger architektur, Winsen/Luhe), Martin Strehler (SportKreativWerkstatt GmbH, München) und Michael Zeinert (IHK Lüneburg-Wolfsburg, Lüneburg), vergab in ihrer Sitzung am 29. Oktober 2009 in Hannover für alle drei Wettbewerbe insgesamt sieben Auszeichnungen.

Im Wettbewerb „Gastlichkeit gestalten“, der sich mit Themen rund um die regionale Tourismuswirtschaft beschäftigt, wurden sechs Preise vergeben. Ein Preisträger wurde beim Wettbewerb „Mein Niedersachsen“ ermittelt. Hier konnten kreative Botschaften und Motive über Niedersachsen eingereicht werden. Im Wettbewerb „Stadt + Land Niedersachsen“ konnte die Jury keinen der eingereichten Beiträge auszeichnen.

„niedersachsendesign“ ist ein strategisches Projekt, das vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen die Bedeutung von Design stärker ins Bewusstsein tragen soll. Gleichzeitig sollen damit Wege aufgezeigt werden, wie mithilfe von Design die Wettbewerbsfähigkeit auf nationalen und internationalen Märkten verbessert werden kann.

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 10. Dezember 2009 in der Schlossküche Herrenhausen überreichte Dr. Oliver Liersch, Staatssekretär im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, die Preise an die Gewinner: „Ich freue mich sehr, dass das Thema Design so gut im niedersächsischen Tourismus umgesetzt wird. Gerade Design und Gestaltung sind wichtige Faktoren, wenn es darum geht, sich im Wettbewerb zu behaupten. Ich hoffe, dass wir der Branche mit der Auszeichnung und Würdigung der Gewinner viele neue Impulse geben können.“

aus dem Wettbewerbsbeitrag:

Willkommen in Seesen - dem Fenster zum Harz

Innovative Konzepte für eine Stadt am Harz
Das Image und die Aufenthaltsqualität der Stadt Seesen für Einwohner und Touristen zu verbessern war das klar definierte Ziel des frisch gegründeten Stadtmarketings. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sollten die Gelegenheit bekommen, sich in einem Netzwerk stärker präsentieren zu können und die neue Sympathie der Stadt zu transportieren. Damit sind die zwei Hauptaspekte skizziert, die neben dem Stadtmarketing, der Tourismusförderung und Maßnahmen zur Strukturverbesserung eine Rolle für dieses Konzept gespielt haben.

Das Bewußtsein für ‘schöne Dinge’ schärfen

Sehenswertes einrahmen und damit neue Perspektiven schaffen; Standpunkte verdeutlichen; Besonderheiten zu beschreiben, um sie jedem verständlich zu machen; Pausen zu ermöglichen, wo sie gewünscht werden - alles in allem die Umsetzung von Ergebnissen aus Analysen zur Aufenthaltsqualität Seesens, die in Analogie auf das Stadtmarketing bedeuten: Die Leistungen der KMU zu definieren und sie klarer im Markt zu positionieren; Design als Wettbewerbsfaktor einzusetzen und mit neuen Erscheinungsbildern Farbe zu bekennen; in einem starken Verbund  und regional präsent zu sein - Design und Marketing auf der ganzen Linie. Erste Erfolge zeichnen sich bereits ab; weiterführende Konzepte sind in Arbeit...

Modern, stabil, preiswert und zeitlos sollte es sein - das Design der Stadtmöbel
Nachdem die Standorte und Inhalte fest standen ging es um klare Linienzüge der Skulpturen und die korrekte Bezeichnung. ‘Augenblick mal’, ‘sehensWert’, ‘Fenster zum Harz’ - der langjährige Slogan ‘Tor zum Harz’ wird nahezu von allen harznahen Städten verwendet. Seesen möchte aber nicht nur durchquert werden sondern die angesprochene Aufenthaltsqualität bieten. Man schaut aus dem Fenster in den Harz; Freizeitaktivitäten sind grenzenlos möglich, gleichzeitig ist man von Goslar, Göttingen, Hildesheim, Braunschweig und Hannover nur einen ‘Katzensprung’ entfernt. In Zusammenarbeit mit der HbK Braunschweig wurde das Projekt ‘Stadtmöbel’ entwickelt und von Olaf Schikorr umgesetzt. Thorsten Scheerer und Bernd Cranen von der Stadtmarketing Seesen eG betreuten die Umsetzung in Zusammenarbeit mit Seesener Architekten und Bauingenieuren; den Aufbau übernahm die Stadt Seesen und ortsansässige Handwerksunternehmen, das Corporate Design entwickelte die Agentur stuebig.com.

Erst viel Kritik, dann eine nachhaltig gute Resonanz
Die Beschreibung des Stadtrundgangs, das Design der Stadtmöbel sowie das ‘neue’ Bewußtsein für die historische Substanz - viel neuer Gesprächsstoff auf einmal, viel Lob und Kritik. Nachhaltig aber durchaus positiv, insbesondere die Resonanz der Reisenden, die Seesen jetzt besser, anders, intensiver, einprägsamer und überhaupt - wahrnehmen können. Sie erinnern sich, sie halten inne, sie halten sich auf und interessieren sich. Im Arrangement mit weiteren Installationen wie Wasserspielen und Kinderspielgerät eine echte Belebung und Verschönerung der Plätze.

Ein ‘Leitsystem’ nach innen und aussen, das funktioniert und Zeichen setzt.

- Einladen zum Verweilen - Sehenswertes beschreiben - die Harzer Höhenzüge direkt vor der Haustür
- Sitzmöbel und Leitsystem im Stadtrundgang - Offerte für Einwohner und Touristen
- Die Seesener Fenster - realisiertes Public Design im Stadtbild - Umsetzung als Corporate Design

Text © S. Stübig

Auftraggeber

war die Stadtmarketing Seesen eG. An der Entwicklung des Projekts 'Fenster zum Harz' war maßgeblich die 'Architekturgruppe' (Thorsten Reinecke, Torsten Warnecke, Holger Neubert und Sabine Stübig) sowie Thorsten Scheerer und Bernd Cranen (beide Stadtmarketing Seesen eG) beteiligt. Die Studienarbeit 'Stadtmöblierung Seesen' stammt von Olaf Schikorr (2006, HbK Braunschweig). Die Bilder stammen von Antonio Mateo (2009).
Die Stadtmarketing-Konzeptionen in den Bereichen Public Design und Communication Design stellten die o.a. Wettbewerbsbeiträge dar.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website fenster-zum-harz.de.